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Ansichten des Fußes (4 Linkmaps)

Fußgelenk/Fuss Gelenke Fußgelenk, lateral, Sehnen Fußgelenk, medial, Sehnen Fußgelenk, lateral, Bänder Fußgelenk, medial, Bänder

(siehe auch untenstehende Bilder)

Fußknochen

Die Fußknochen unterteilen sich, wie auch die Handknochen, in zwei Reihen Fußwurzelknochen (Tarsus), Mittelfußknochen (Metatarsalia) und Knochen der Phalangen (Glieder) der Digiti (Zehen).

Chopart-Gelenklinie

Die gebogene Kurve zwischen proximal Talus und Kalkaneus und distal Würfelbein und Kahnbein wird als Chopart-Gelenklinie bezeichnet, sie besteht also aus Art. talonavicularis und die Art. calcaneocuboidea. Näheres siehe weiter unten.

Das Kahnbein artikuliert distal mit den drei Keilbeinen, an diese vier schließen sich die Mittelfußknochen an.

Lisfranc-Gelenklinie

Die Keilbeine bilden mit dem etwas längeren Würfelbein die Lisfranc-Gelenklinie zu den Mittelfussknochen hin. Anders gesagt, die Lisfranc-Linie ist eine Linie durch alle Metatarsophalangealgelenke (Zehengrundgelenke).

Bewegungen des Fußes in sich

Abgesehen von den Bewegungen des Fußes im OSG und hinteren USG (siehe unten) finden insbesondere in der Chopart-Gelenklinie und der Lisfranc-Gelenklinie vor allem Flexions- und Extensionsbewegungen statt, aber auch Torsionen, damit sich der Fuß an den Untergrund anpassen kann. Dies ist insbesondere bei leichterem Schuhwerk oder Barfußgehen auf unebenem Untergrund notwendig. Schweres, festes Schuhwerk wie Bergschuhe verhindert die meisten Bewegungen des Fußes in sich und erlaubt hauptsächlich noch einen gewissen Grad an Plantarflexion/Dorsalflexion im OSG. Pronation und Supination findet kaum noch statt. Bewegungen des Fußes im Sinne der Flexion/Extension in Chopart– oder Lisfranc-Linie oder Torsion des Fußes (ebenfalls in diesen beiden Linien) finden praktisch nicht statt.

Die Extensions- und Flexionsbewegungen in den beiden Gelenklinien Chopart und Lisfranc ist ein wichtiger Teil der natürlichen Kinetik des Fußes, der belastet (als Standfuß) im Längsgewölbe nachgibt. Unbelastet stellt es sich unter dem Zug verschiedener Muskeln sowie der Spannung der Plantarfasize wieder her. Die Torsion des Fußes findet bei Anpassung an unebenen Untergrund bei Belastung des Fußes statt und stellt sich nach Entlastung wieder zurück. Bei Rüßfußvalgus oder Rückfußvarus stellt sich ebenfalls unter Last eine Torsion ein, die sich entlastet rückstellt. Einige Fußdeformitäten hingegen sind durch kontrakte Torsionen gekennzeichnet.

Zehengrundgelenk

Das Zehengrundgelenk ist das Gelenk, in dem Mittelfussknochen und Zehen artikulieren. Die gebogene Kurve durch die Zehengrundgelenke ist die Lisfranc-Gelenklinie. Weiteres siehe auf einer eigenen Seite

Interphalangealgelenke

Die in den Zehen liegenden Gelenken zwischen den verschiedenen Phalangen heißen Interphalangealgelenke. Weiteres siehe auf einer eigenen Seite

Fußgelenk

Das „Fußgelenk“ im allgemeinen Sprachgebrauch ist „das“ Gelenk, in dem der Fuß relativ zum Unterschenkel bewegt wird. Es handelt sich in Wirklichkeit um zwei bzw. drei Gelenke:

  1. oberes Sprunggelenk (OSG): proximal: Tibia (mit Malleolus medialis, „Innenknöchel“), Fibula (mit Malleolus lateralis, „Außenknöchel“); distal: Talus (mit Trochlea tali „Sprungbeinrolle“)
  2. unteres vorderes Sprunggelenk (Art. talocalcaneonavicularis, Chopart-Gelenk), Talus und Kalkaneus dorsal und Kahnbein und Würfelbein ventral
  3. unteres hinteres (talocalcanales) Sprunggelenk (Art. talocalcanearis), Talus und Kalkaneus

Der Sprachgebrauch ist nicht einheitlich, oft wird nur das OSG oder das OSG zusammen mit dem hUSG als „Fußgelenk“ brzeichnet. Die Bewegung ist neben dem Strecken (Plantarflexion) und Beugen des Fußes/Fußgelenks (Dorsalflexion) die Supination und Pronation, also das Seitwärtskippen etwa um seine Längsachse.

Die Bewegungen im einzelnen:

  1. OSG: Dorsalflexion bis ca. 20°, Plantarflexion bis ca. 30°
  2. hUSG: Supination bis ca. 50°, Pronation bis ca. 30°, Inversion (Supination + Plantarflexion + Adduktion), Eversion (Pronation + Dorsalflexion + Abduktion)
  3. vUSG (Chopart-Gelenk): Supination, Pronation, dazu ein wenig Flexion und Extension des Fußes als Veränderungen des Längsgewölbes (Das Lisfranc-Gelenk bietet weitere Flexion und Extension). Das folgende Bild zeigt die Lisfranc-Gelenklinie vor den Mittelfußknochen in rot und in grün die Chopart-Gelenklinie vor dem Calcaneus.

Oberes Sprunggelenk

OSG: Als oberes Sprunggelenk OSG wird das Talokruralgelenk bezeichnet, bestehend aus der distalen Tibia, dem Malleolus medialis der Tibia, dem Malleolus lateralis der Fibula und der Trochlea des Talus. Die Stabilität erhält das Gelenk durch verschiedene Bänder:

  1. das Ligamentum deltoideum als mediales Kollateralband
  2. das laterale Kollateralband
  3. das anteriore inferiore Tibiofibularband
  4. das posteriore inferiore Tibiofibularband
  5. das transversale Tibiofibularband und das Interosseus-Band

Das Ligamentum deltoideum schränkt vor allem die talare Abduktion stark ein. Das tibiocalcaneare Band, das stärkste oberflächliche Band, wirkt ausschließlich einschränkend auf die Abduktion des Talus, seine tieferen Anteile schränken die Exorotation ein. Die Dorsalflexion im OSG wird hauptsächlich durch das Ligamentum fibulotalare posterior begrenzt, die Plantarflexion durch das Ligamentum fibulotalare anterior.

Hinteres unteres Sprunggelenk

hUSG: Als hinteres USG oder auch subtalares oder talocalcaneares Gelenk wird das Gelenk zwischen Talus und Kalkaneus bezeichnet, welches drei Gelenkflächen hat: die posteriore, mediale und anteriore Gelenkfläche. Die posteriore Gelenkfläche ist die größte der drei. Medial zwischen den drei Gelenkflächen befindet sich der Tarsaltunnel oder Tarsalkanal. Das USG wird von intrinsischen und extrinsischen Bändern gesichert, die intrinsischen sind das interossärere talocalcaneare Band ITCL und das zweiköpfige cervicale Band. Beide können von einer Verstauchung oder Arthritis betroffen werden, was zur Instabilität des Gelenks führen kann. Zu den extrinsischen Bändern zählen das Ligamentum fibulocalcaneare LFC, das laterale talocalcaneare Band, das tibiocalcaneare Band, das mediale talocalcaneare Band und das posteriore talocalcaneare Band.

Vorderes unteres Sprunggelenk (Chopart-Gelenk)

vUSG: als vorderes USG oder Chopart-Gelenk wird das quer verlaufende Gelenk proximal/ventral von Kalkaneus und Tibia hin zu Kahnbein und Würfelbein bezeichnet. Wichtige Bänder des Chopart-Gelenks sind das

  1. das plantare kalkaneonaviculare Band auch „Spring ligament“ genannt
  2. das calcaneonaviculocuboide Band in zwei Köpfen
  3. das dorsale talonaviculare Band
  4. das dorsale calcaneocuboide Band
  5. das plantare calcaneocuboide Band

Das weiter distal/ventral liegende Gelenk zwischen dorsal den Keilbeinen und dem Würfelbein und ventral der Basis der 5 Metatarsalia wird als Lisfranc-Gelenk oder tarsometatarsales Gelenk bezeichnet. Das mittlere Keilbein ist mit dem zweiten und längsten Mittelfußknochen mit dem stabilen sogenannten Lisfranc-Band verbunden, welches in 20% der Fälle zwei Stränge besitzt. Die Basis der ersten beiden Mittelfußknochen ist nicht durch ein Band verbunden, was eine relative Schwäche bedeutet. Die Plantaraponeurose oder Plantarfaszie ist ein starkes fibröses Gewebe, welches man in drei Komponenten unterteilen kann: zentral, medial und lateral. Sie geht vom Tuber calcanei hin zu den Köpfen der Mittelfußknochen und Plantarflächen der Zehen.

Ebenfalls nicht mehr zu den Sprunggelenken gehört das Metatarsophalangealgelenk oder MTP-Gelenk. Im Falle des Hallux liegen zwei Sesambeine unter dem Metatarsalköpfchen. Sie sind in die beiden Sehnen des Flexor hallucis brevis integriert. Das erste MTP-Gelenk, also das des Hallux, wird plantar von medialen und lateralen fächerförmigen Kollateralbändern stabilisiert, die sesamoidal wirken.

80% der Bevölkerung leiden unter Fußproblemen. Betrachte den Fuß als Teil des Systems untere Extremität, seine Pathologie kann die anderen Gelenke der unteren Extremität beeinträchtigen. Beurteile ihn in Anatomisch Null und unbelastet ! Das Abnutzungsbild der Schuhe kann zusätzlich aufschlussreich sein. Häufigstes Bild – wenn auch keine eigenständige Erkrankung – ist die Metatarsalgie und der Spreizfuß ihre häufigste Ursache. Krallenzehen und Hammerzehen sowie Hallux valgus sind oft die Folge. Vorfußschmerzen resultieren z.B. aus Arthrosen wie Hallux rigidus, Neurome (Morton-Neuralgie), Erkrankungen der Sesambeine, plantare Warzen, Nervenkompressionssyndrome (Tarsaltunnelsyndrom). Systemische Erkrankungen zeitigen sekundäre Störungen z.B. Diabetes mellitus, Gicht, paVK, Psoriasis, Kollagenkrankheiten, RA. Häufige Leiden des Sprunggelenks: Fraktur, Luxation, Supinationstrauma. Weiter sind Impingements möglich, häufiger anterolateral (v.a. Fußballer „soccer players ancle“ und Tänzer), weniger häufig dorsal. Die Sprunggelenke sind bei 20% aller Sportverletzungen betroffen. In einer Studie mit über 12.000 Verletzungen im Sport zählte der Bereich Fuß und Sprunggelenk ein Viertel. Je nach Sportart handelt es sich mehr um Distorsionen, Unfälle oder Overuse. Einige Sportarten wie Fußball, Basketball, Snowboarden erweisen sich dabei als besonders riskant, andere wie Rudern, Radfahren, Reiten, Kegeln, Golf als risikoarm. Mitspieler, Gegner, Hindernisse, Geschwindigkeit, Trainingsmethoden, Ausrüstung und Art und Weise von Richtungswechseln spielen eine bedeutsame Rolle bei der Art und Häufigkeit der Verletzungen und Schäden. Idiopathische physische und intrinsische psychische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Die Menge an Kraft, Flexibilität, Propriozeption, Kraft, muskuläre Dysbalancen, inadäquates Schuhwerk sowie Normabweichungen der Achsen oder des Fußes spielen ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Bekannt ist z.b., dass Hyperpronation zu Kniegelenks– und Fußgelenks-Verletzungen disponiert. Die genaue Beschaffenheit des Fußes kann auch einen Einfluss auf die Entstehung von Stressfrakturen haben. Eine anfängliche Hyperpronation beim Laufen kann bisher nicht als Risikofaktor erhärtet werden. Belegt ist hingegen ein höheres Risiko für Fuß- und Sprunggelenks-Verletzungen bei einem Rückfußvalgus. Der präventive Effekt von Einlagen in diesem Falle ist ebenfalls belegt. Eine eingeschränkte Dorsalflexion des OSG als Folge einer verkürzten Achillessehne oder eines verkürzten Trizeps surae ist als disponierender Faktoren für die Bildung von anterioren tibialen Osteophyten bekannt. Ob diese eine Folge wiederholter plantarer Hyperflexion oder eher wiederholter Anpralltraumen durch einen Ball beim Fußball sind, gilt bisher als nicht abschließend geklärt. Einige weitere Störungen gehen auf den Risikofaktor mangelnde Dorsalflexion zurück:

  1. als Turf Toe ist der Riss der plantaren Platte des Großzehengrundgelenk bekannt
  2. Hallux valgus
  3. Mittelfußzerrungen
  4. Plantarfasziitis sowie OSG-Distorsionen
  5. Achillodynie
  6. wadenzerrungen
  7. Hyperpronation bzw. Knickfuß

In diesen Fällen besteht ein starker Anfangsverdacht, aber es gibt noch keine ausreichende Studienlage. Es wird diskutiert, dass alte Turf toe Verletzungen einen Risikofaktor für eine mangelnde Dorsalflexion im ersten MTP darstellen. Der Zusammenhang zwischen Flexibilitätsmängeln in Interphalangealgelenken und den Deformationen Krallenzehen und Hammerzehen ist ätiologisch nicht hinreichend geklärt. Ebenfalls unzureichend geklärt ist, ob ein großes Maß an Flexibilität, etwa im Ballett, bei Turnen und bei Turmspringern für Schäden am Fuß disponiert oder die Art und Weise der Benutzung des Fußes in Richtung endgradiger Stellungen. Die extrem ausgeführte Plantarflexion kann unter Last zu einem posterioren Impingement des Sprunggelenks führen. Sportarten wie Fußball, Basketball und Orientierungslauf disponieren zur Ausprägung von Instabilität im Sprunggelenk. Sie kann unterteilt werden in akut oder chronisch und nach Funktionalität in lateral, medial oder rotatorisch. Sie stellt mittlerweile ein bedeutsames Störungsbild dar. Nicht zuletzt, da sie ein Risiko für eine posttraumatische Arthrose des Sprunggelenks darstellt. Das Supinationstrauma, auch Inversionstrauma oder „verstauchter Knöchel“ genannt, ist eine der häufigsten Verletzungen im Sport überhaupt. Die tägliche Inzidenz in den USA liegt bei 23000. In den meisten Fällen reicht eine konservative Vorgehensweise aus, 20% bis 40% laufen aber in eine chronische Instabilität mit der Gefahr drohender späterer Invalidität. Ein erlittenes Supinationstauma disponiert zu weiteren Supinationstraumata, wobei unklar ist ob sich dies eher im Verhalten, also in der Benutzung des Bewegungsapparats begründet oder in der beim ersten Trauma enstandenen Beschädigung in Form einer Instabilität. Belegt ist, dass eine chronische Sprunggelenkinstabilität zu Defiziten in Propriozeption, Nervenleitgeschwindigkeit und neuromuskulärer Reaktionsgeschwindigkeit wie auch Haltungskontrolle und Kraft führt. Dies scheint eher auf eine veränderte Aktivität der Muskelspindeln zurückzugehen als auf eine Veränderung der Mechanorezeptoren des Gelenks. Die Sprunggelenkinstabilität disponiert zu Kraftverlust in Richtung Inversion und Eversion. Belegt ist auch ein Zusammenhang zwischen muskulärer Schwäche und Verletzungsrisiko. Beobachtet werden Sprunggelenksverletzung häufig bei größeren, muskulär weniger gut ausgestatteten Sportlern. Auch Seitendifferenzen in der vorhandenen Kraft begründen ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Allgemein kann ein protektiver Effekt von Muskelaufbautraining für das Verletzungsrisiko gezeigt werden. In verschiedenen Sportarten spielen Materialbeschaffenheit in eine große Rolle beim Verletzungsrisiko. Individuell angepasste und gegebenenfalls mit Einlagen versehene laufschuhe können das Overuse-Risiko sehr deutlich senken. Einen weiteren protektiven Effekt findet man im hinreichenden Aufwärmen so wie der Verbesserung des Dehnungszustand und der Supervision durch Physiotherapeut oder Sportarzt. Auch eine angepasste hinreichend flexible Schuhausstattung hilft.

In einer Studie mit über 12.000 Verletzungen im Sport zählte der Bereich Fuß und Sprunggelenk ein Viertel. Je nach Sportart handelt es sich mehr um Distorsionen, Unfälle oder Overuse. Einige Sportarten wie Fußball, Basketball, Snowboarden erweisen sich dabei als besonders riskant, andere wie Rudern, Radfahren, Reiten, Kegeln, Golf als risikoarm. Mitspieler, Gegner, Hindernisse, Geschwindigkeit, Trainingsmethoden, Ausrüstung und Art und Weise von Richtungswechseln spielen eine bedeutsame Rolle bei der Art und Häufigkeit der Verletzungen und Schäden. Idiopathische physische und intrinsische psychische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Menge an Kraft, Flexibilität, Propriozeption, Kraft, muskuläre Dysbalancen, inadäquates Schuhwerk sowie Normabweichungen der Achsen oder des Fußes spielen ebenfalls eine bedeutsame Rolle. Bekannt ist z.b., dass Hyperpronation zu Kniegelenks– und Fußgelenks-Verletzungen disponiert. Die genaue Beschaffenheit des Fußes kann auch einen Einfluss auf die Entstehung von Stressfaktoren haben. Eine anfängliche Hyperpronation beim Laufen kann bisher nicht als Risikofaktor erhärtet werden. Belegt ist hingegen ein höheres Risiko für Fuß- und Sprunggelenks-Verletzungen bei einem Rückfußvalgus. Der präventive Effekt von Einlagen in diesem Falle ist ebenfalls belegt. Eine eingeschränkte Dorsalflexion des OSG als Folge einer verkürzten Achillessehne oder eines verkürzten Trizeps surae ist als disponierender Faktoren für die Bildung von anterioren tibialen Osteophyten bekannt. Ob diese eine Folge wiederholter plantarer Hyperflexion oder eher wiederholter Anpralltraumen durch einen Ball beim Fußball sind, gilt bisher als nicht abschließend geklärt. Einige weitere Störungen gehen auf den Risikofaktor mangelnde Dorsalflexion zurück:

  1. als Turf toe ist eine traumatische Schädigung des Grundgelenks des Hallux bekannt, oft mit der Riss der plantaren Platte.
  2. Hallux valgus
  3. Mittelfußzerrungen
  4. Plantarfasziitis
  5. OSG-Distorsionen
  6. Achillodynie
  7. Wadenzerrungen
  8. Hyperpronation / Knickfuß

In diesen Fällen besteht ein starker Anfangsverdacht, aber es gibt noch keine ausreichende Studienlage. Es wird diskutiert, dass alte Turf toe Verletzungen einen Risikofaktor für eine mangelnde Dorsalflexion im ersten MTP darstellen. Der Zusammenhang zwischen Flexibilitätsmängeln in Interphalangealgelenken und den Deformationen Krallenzeh und Hammerzehe ist ätiologisch nicht hinreichend geklärt. Ebenfalls unzureichend geklärt ist, ob ein großes Maß an Flexibilität, etwa im Ballett, bei Turnen und bei Turmspringern für Schäden am Fuß disponiert oder die Art und Weise der Benutzung des Fußes in Richtung endgradiger Stellungen. Die extrem ausgeführte Plantarflexion kann unter Last zu einem posterioren Impingement des Sprunggelenks führen. Sportarten wie Fußball, Basketball und Orientierungslauf disponieren zur Ausprägung von Instabilität im Sprunggelenk. Sie kann unterteilt werden in akut oder chronisch und nach Funktionalität in lateral, medial oder rotatorisch. Sie stellt mittlerweile ein bedeutsames Störungsbild dar. Nicht zuletzt, da sie ein Risiko für eine posttraumatische Arthrose des Sprunggelenks darstellt. Das Supinationstrauma, auch Inversionstrauma oder „verstauchter Knöchel“ genannt, ist eine der häufigsten Verletzungen im Sport überhaupt. Die tägliche Inzidenz in den USA liegt bei 23000. In den meisten Fällen reicht eine konservative Vorgehensweise aus, 20 bis 40% laufen aber in eine chronische Instabilität mit der Gefahr drohender späterer Invalidität. Ein erlittenes Supinationstauma disponiert zu weiteren Supinationstraumata, wobei unklar ist ob sich dies eher im Verhalten, also in der Benutzung des Bewegungsapparats begründet oder in der beim ersten Trauma enstandenen Beschädigung in Form einer Instabilität. Belegt ist, dass eine chronische Sprunggelenkinstabilität zu Defiziten in Propriozeption, Nervenleitgeschwindigkeit und neuromuskulärer Reaktionsgeschwindigkeit wie auch Haltungskontrolle und Kraft führt. Dies scheint eher auf eine veränderte Aktivität der Muskelspindeln zurückzugehen als auf eine Veränderung der Mechanorezeptoren des Gelenks. Die Sprunggelenksinstabilität disponiert zu Kraftverlust in Richtung Inversion und Eversion. Belegt ist auch ein Zusammenhang zwischen muskulärer Schwäche und Verletzungsrisiko. Beobachtet werden Sprunggelenksverletzung häufig bei größeren, muskulär weniger gut ausgestatteten Sportlern. Auch Seitendifferenzen in der vorhandenen Kraft begründen ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Allgemein kann ein protektiver Effekt von Muskelaufbautraining für das Verletzungsrisiko gezeigt werden. In verschiedenen Sportarten spielen Materialbeschaffenheit in eine große Rolle beim Verletzungsrisiko. Individuell angepasste und gegebenenfalls mit Einlagen versehene Laufschuhe können das Overuse-Risiko sehr deutlich senken. Einen weiteren protektiven Effekt findet man im hinreichenden Aufwärmen so wie der Verbesserung des Dehnungszustand und der Supervision durch Physiotherapeut oder Sportarzt. Auch eine angepasste hinreichend flexible Schuhausstattung hilft.

Bewegung: Dorsalflexion/Plantarflexion, Supination/Pronation
Dorsalflexion: M. tibialis anterior, M. extensor digitorum longus, M. extensor hallucis longus, Fibularis tertius
Plantarflexion: M. triceps surae, M. fibularis (peronaeus) longus, M. fibularis (peronaeus) brevis, M. flexor digitorum longus, M. tibialis posterior, Plantaris, M. flexor hallucis longus
Pronation: M. fibularis (peronaeus) longus, M. fibularis (peronaeus) brevis, M. fibularis (peronaeus) tertius, M. extensor digitorum longus
Supination: M. triceps surae, M. tibialis anterior, M. tibialis posterior, M. flexor digitorum longus, M. flexor hallucis longus, M. tibialis posterior

Zunahme der Beweglichkeitseinschränkung mit dem Alter

Die folgende Graphi veranschaulicht die durchschnittliche progrediente Beweglichkeitseinschränkung mit dem Alter.

Pathologie:
Einige Erkrankungen des Gelenks:

  1. Supinationstrauma
  2. seltener Frakturen des lateralen oder medialen Malleolus
  3. seltener: Riss des Verbindungsbandes zwischen Schienbein und Wadenbein
  4. Sprunggelenkarthrose
  5. Tarsaltunnelsyndrom

Weitere Bilder

Bänder von lateral

Bänder von plantar

Fußknochen von plantar (Bild verlinkt zu Linkmap)

Fußknochen von dorsal (Bild verlinkt zu Linkmap)

Bänder von lateral

Bänder von medial

Bänder von dorsal

Das Talotarsalgelenk

Binnenbänder der Wußwurzel

Richtungen der im Fußgelenk bewegenden Muskeln