glossar

yogabuch / glossar

Das Glossar erklärt viele Begriffe zu Zusammenhänge aus den Bereichen asana, Anatomie, Physiologie, Pathologie, Trainingstheorie, Bewegungsphysiologie und Biomechanik sowie einige der naturwissenschaftlichen Grundlagen.

Philosophie . Terminologie . Lagebezeichnungen . Richtungsbezeichnungen . Präfixe . Suffixe . Körperteile . weitere

Band

lig. alare
lig. apicis dentis
lig. capitis costae radiatum
lig. costotransversarium
lig. flavum (Zwischenbogenband)
lig. interspinale/interspinosum
lig. intertransversarium
lig. longitudinale anterius (vorderes Längsband)
lig. longitudinale posterius (hinteres Längsband)
lig. nuchae (Nackenband)
lig. supraspinale
lig. transversum atlantis (Querband des ersten Halswirbels)
Membrana atlantoaxialis anterior et posterior (lig. atlantoaxiale)
Membrana atlantooccipitalis anterior und posterior (lig. atlantooccipitale)
membrana tectoria

lig. longitudinale anterius (vorderes Längsband)

vorderes Längsband über die Wirbelkörper und Bandscheiben ventral vom Os occipitale (Basis) bis kaudal zu S1; begrenzt Extension; Die Faserzüge sind aus festem kollagenen Bindegewebe und strahlen in die annuli fibrosi der Bandscheiben ein. Das lig. longitudinale anterius ist breiter als das dorsale lig. longitudinale posterius Gemeinsam mit lig. longitudinale posterius, lig. supraspinale und lig. nuchae bildet es die langen Wirbelsäulenbänder. Eine Einblutung in dieses Band (Simon’sche Blutung, ausgelöst durch Zugspannung) gilt als typisches Zeichen für den Tod durch Erhängen.
Bild: linkmap/BWS_von_lateral.png

lig. longitudinale posterius (hinteres Längsband)

hinteres Längsband, liegt im Spinalkanal an der dorsalen Seite der Wirbelkörper. Es liegt diesen und den Bandscheiben an und bildet die ventrale Auskleidung des Spinalkanals, während das lig. flavum ventral den Wirbelbögen anliegt und damit die dorsale Auskleidung des Spinalkanals bidet. Mit den Wirbelkörpern ist es nur lose verbunden, aber fest mit den Bandscheiben. Es reicht vom Axis bis zum Sacrum. Vom Axis nach kranial geht es in die Membrana tectoria über Das lig. longitudinale posterius begrenzt die Flexion; Gemeinsam mit lig. longitudinale anterius, lig. supraspinale und lig. nuchae bildet es die langen Wirbelsäulenbänder.
Bild: linkmap/ligamentum_longitudinale_posterius.gif

lig. supraspinale

begrenzt Flexion; über die Spitzen der Dornfortsätze von C7 bis zum Sacrum. Wo es die Dortfortsätze berührt, ist Faserknorpel ausgebildet. Es nimmt an Dicke nach kaudal zu und ist mit benachbarten Faszien verwachsen. Gemeinsam mit lig. longitudinale anterius, lig. longitudinale posterius und lig. nuchae bildet es die langen Wirbelsäulenbänder. Dieses Band ist Ursprung des Rhomboideus major. Im Bereich der HWS geht es in das lig. nuchae über.
Bild: linkmap/LWS_von_lateral_Schnitt.gif

lig. nuchae (Nackenband)

Nackenband, begrenzt Flexion; zwischen Protuberantia occipitalis externa über die Dornfortsätze der HWS. Das lig. nuchae ist die zervikale Fortsetzung des lig. supraspinale. Gemeinsam mit lig. longitudinale anterius, lig. supraspinale und lig. nuchae bildet es die langen Wirbelsäulenbänder.
Bild: linkmap/LWS_von_lateral_Schnitt.gif

lig. flavum (Zwischenbogenband)

früher auch als Ligamenta interarcualia bezeichnetes Band, das die ventrale Seite der Wirbelbögen vom Axis bis zum Sacrum durchzieht. Die Dicke dieser Bänder nimmt nach kaudal zu. Sie besitzen eine unterstützende Wirkung bei Aufheben weiter Flexion der WS und begrenzen die Flexion; Sie liegen zwischen den Laminae arcuum vertebrarum benachbarter Wirbelbögen
Bild: linkmap/LWS_von_lateral_Schnitt.gif

lig. interspinale/interspinosum

zwischen den Dornfortsätzen benachbarter Wirbel auf der kompletten Strecke zwischen deren Basis und Spitze; begrenzen die Flexion; Die Stärke der Bänder nimmt von zervikal nach kaudal zu. An der Spitze der Dornfortsätze liegen sie Ligamentum supraspinale an, an der Basis den Ligamenta flava.
Bild: linkmap/LWS_von_lateral_Schnitt.gif

lig. intertransversarium

Bänder zwischen den Transversalfortsätzen; begrenzt Rotation und Lateralflexion; an der HWS können sie fehlen; teilweise sind sie durch die Mm. intertransversarii ersetzt.
Bild: linkmap/Atlas_Axis_von_lateral.png

lig. alare

Bänder von der dorsolateralen Fläche der apix dens zum ventromedialen Rand der Kondylen des Os occipitale am Rand des Foramen Magnum. Halten den Schädel und bremsen dessen Bewegung; In Neutral Null sind einige dieser Bänder gespannt, andere entspannt. Sie begrenzen Rotation des Kopfes und seine Flexion gegenüber der HWS.
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_profund.gif

Membrana atlantooccipitalis anterior und posterior (lig. atlantooccipitale)

Die Membrana atlantooccipitalis besteht aus einem vorderen Teil, Membrana atlantooccipitalis anterior, der ventral vor dem Foramen Magnum entspringt und zum vorderen Wirbelbogen zieht (dort, wo bei anderen Wirbeln der Wirbelkörper ist) und einem hinteren Teil, der der hinter dem Foramen Magnum entspringt und zum arcur posterior des Atlas zieht.
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_superfiziell.png

Membrana atlantoaxialis anterior et posterior (lig. atlantoaxiale)

die Membrana atlantoaxialis bildet die Entsprechung zur Membrana atlantooccipitalis im ersten WS-Segment und zieht von dem vorderen bzw. hinteren Bogen (arcus anterior bzw. posterior) des Atlas zum vorderen Rand des Körpers bzw. zum oberen Rand der Laminae des Axis.
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_superfiziell.png

lig. transversum atlantis (Querband des ersten Halswirbels)

Das lig. transversum atlantis ist neben den Fasciculi longitudinales Teil des lig. cruciforme atlantis. Es verbindet die beiden Seitenteile des Atlas und ist mit 350N belastbar und bis zu 8 mm überdehnbar. In der Mitte verbindeet es sich mit den Fasciculi longitudinales, die vom ventralen Rand des Foramen Magnum zum dorsalen Rand des Wirbelkörpers des Axis ziehen.
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_profund.gif

lig. apicis dentis

Ein kurzes Band von der Spitze des Dens axis zum Margo anterior des Foramen Magnum zur Stabilisierung der beiden Kopfgelenke
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_profund.gif

membrana tectoria

Band im Wirbelkanal im Bereich der Kopfgelenke und Fortsetzung des Ligamentum longitudinale posterius . Es entspringt an der dorsalen Seite des Körpers des zweiten Axis und zieht zum Basalteil des os occipitale. Einige Fasern verbinden sich mit der Gelenkkapsel des ersten Kopfgelenks, andere Rückenseitige gehen in die harte Hirnhaut (Dura mater) des Gehirns über, wieder andere verbinden sich mit dem lig. transversum atlantis. Die Membrana tectoria bremst Dreh- und Flexionsbewegungen im Bereich der Kopfgelenke und hat haltende Funktion.
Bild: linkmap/kraniale_HWS_von_dorsal_profund.gif

lig. capitis costae radiatum

von der ventralen Knochenoberfläche des Rippenkopfs (Caput costae) radiär zur den beiden am Kostoverbebralgelenk beteiligten Brustwirbeln und der dazwischen liegende Bandscheibe (Discus intervertebralis) ziehendes Band zur Sicherung des Kostoverbebralgelenks.
Bild: linkmap/BWS_von_lateral.png

lig. costotransversarium

Band von der Rippe zum Transversalfortsatz. Es gibt zwei Teile:

  1. laterale: vom Processus transversus zur Außenseite der Rippe des gleichen Segments.
  2. superius: vom Processus transversus zur Knochenkante („Crista colli costae“) an der Oberkante der darunter gelegenen Rippe.

Bild: linkmap/BWS_von_lateral.png

Philosophie

citta-vrtti
gunas
rajas
samkhya
sattva
tamas

citta-vrtti

die Aktivität des Denkorgans, besonders in ihrer Eigenschaft des ungezügelten, unmotivierten, unkontrollierten Vor-Sich-Hin-Denkens als eine der Hauptstörungsquellen im menschlichen Gesamtsystem.

samkhya

gunas

die 3 Naturqualitäten tamas , rajas und sattva, aus denen alles Existierende durch Kombination entsteht.

tamas

die Naturqualität guna der Dumpfheit, Dunkelheit, Trägheit, des Mangels, Unbewusstseins und dergleichen, kurz, die unentwickelt(st)e Komponente, die für sich allein genommen, völlig destruktiv ist wie auch das rajas für sich allein genommen, destruktiv ist

rajas

die Naturqualität guna der Arbeit (an..), Bewegung, des Kampfes (um..), Triebes, Antriebs und dergleichen, kurz die dynamische Komponente, die für sich allein genommen, genauso destruktiv ist wie das tamas für sich allein genommen

sattva

die Naturqualität guna der Ausgewogenheit, Klarheit, des Vermögens und dergleichen.

Terminologie


a- an- ab-
abdominalis
-abel
Abszess
acromialis
Adipositas
-aemie
-al
-algie/algesie
-alis
Amnesie
anal
Aneurysma
Angulus
ante-
anterior
anti-
Apertura
apikal
Apoplexie
Arcus
Arteria
Arthritis
Arthrose
Articulatio
ascendens
-ase
-asis
Atrophie
auto
basal
brachial
brady-
Bursa
Bursitis
Canalis
Carcinom
-card
Cavitas
CED
Cholangitis
Cholelithiasis
Collum
Commotio
Conjunctivitis
contra-
Cor
Cornu
Corpus
costalis
cranialis
Crista
cysticus
de-
Dec(k)ubitus
Delir
Demenz
descendens
dexter
dia-
Diabetes insipidus
Diabetes mellitus
diffus
Digitus
Dilatation
dis-
Diskusprolaps
Dislokation
Disposition
distal
distales Fingerglied
dorsal
dorsalis
Ductus
Duodenum
dys-
ektop
Embolie
Embryo
Emphysem
en-
endo-
epi-
Epiglottis
ex-
externus
extra-
Fascia
femoris
Femur
Femurkopf / Hüftkopf
Fetus
fibularis
Fissur
Foramen
Foramen Magnum
Fossa
Fraktur
frontal
Gaster
gastricus
-gen
generalisiert
Genese
genital
Genu
Gingiva
Glandula
Gluteus
-graphie
Gyrus
Hallux
Hämatom
Hämaturie
Hämodialyse
Hämophilie
Hämorrhoiden
Hemiplegie
Hepar
hepatis
Hepatitis
hetero-
Hiatus
homo-
Humerus
hyper-
Hyperglykämie
Hyperplasie
Hypertonie
Hypertrophie
hypo-
iatrogen
-ibel
Ikterus
Ileus
iliac
immunisieren
in-
Indikation
Infarkt
inferior
Influenza
Infusion
Inkubationszeit
Insuffizienz
Insulin
inter-
internus
intestinal
intestinal
Intestinum
Intoxikation
intra-
intrakorporal
Intubation
ipsi-
ipsilateral
Iris
irreversibel
Ischämie
iso-
-itis
Kachexie
kard
Kardia
kardial
kaudal
KHK
Kolik
Kollaps
kontagiös
kontra-
kontralateral
Kontusion
kranial
Labium
Labyrinth
Lamina
laryngeal
Larynx
Läsion
lateral
letal
Lien
lienalis
Ligamentum
Lingua
Lobus
-logie
longitudinalis
lumbal
Luxation
LWS (Lendenwirbelsäule)
-lyse
makro-
Malignität
Mamilla
Mamma
Mandibula
Manus
Margo
Maxilla
maximus
medial
mediales Fingerglied
median
medius
mega-
Meningen
Meningitis
meta-
mikro-
minimus
Mobilität
mono-
Morbus
Musculus
Myalgie
Myogelose
Myxödem
neo-
Nervus
Neuralgie
Nodus
nuchal
Nucleus
Oberschenkelhals / Femurhals
Obstipation
Ödem
Oesophagus
okzipital
Opticus
oral
Orbita
ortho-
Os
osteochondrale Läsion
Ovarium
palmaris
Palpation
Pankreas
Pankreatitis
para-
Paralyse
paravertebral
parietal
Pars
Patella
Patellapol
pectoralis
per-
Perforation
Pericard
Perineum
Periost
Peritoneum
Perkussion
peroneus
Pharynx
plantaris_adjektiv
Pleura
Pleuritis
Plexus
Pneumo
Pneumonie
post-
posterior
prae- prä-
pro-
Processus
profundus
Prostata
proximal
proximales Fingerglied
pseudo-
Psoriasis
Pulmo
pulmonalis
radialis
Radius
Radix
Ramus
Reanimation
Recessus
Rectum
regressiv
rekonvaleszent
Remission
Ren
renalis
Reposition
Resektion
Resistenz
Resorption
retro-
retrosternal
Rezidiv
Ruptur
sakral
Sakroiliitis
Salpinx
caput
Scrotum
sekundär
senil
Sepsis
Septum
sinister
Sinus
Sinusitis
Somnolenz
Spasmus
spinal
Splen
Spontanheilung
Status
steno-
Stenose
Stoma
Striktur
Struma
sub-
Sulcus
super-
superficialis
superior
supra-
syn-, sym-
Synkope
tachy-
Talus (Sprungbein)
Tendo
TEP (Totalendoprothese)
terminal
Testis
Tetraplegie
Therapie
thoracal
thoracal
thoracicus
thorakal
Thorax
Thrombophlebitis
Thrombose
Thyreoida
TIA
tibialis
Tonsilla
Trachea
Tracheotomie
transversus
Tuber
Tuberculum
Tuberositas
Ulcus
ulnaris
ultra-
Umbilicus
Untersuchungsmethoden
Ureter
Urethra
Urtikaria
Uterus
Vagina
Vas
Vena
ventral
ventralis
Ventriculus
Ventrikel
vertebralis
Vesica
viszeral
zervikal

Lagebezeichnungen

abdominalis

zum Bauch gehörig

acromialis

zur Schulterhöhe gehörend

apikal

an der Spitze gelegen

basal

die Basis bildend

brachial

am Oberarm

costalis

an den Rippen

cranialis

zum Schädel gehörend oder zeigend, schädelwärts

cysticus

zum Gallengangssystem gehörend

dorsalis

am Rücken, Rückenwärts gelegen

ektop

am falschen Ort gelegen

intrakorporal

innerhalb des Körpers

femoris

am Oberschenkel, des Oberschenkels

fibularis

zum Wadenbein gehörend, bezeichnet auch auch die Unterschenkelmuskeln M. fibularis longus und M. fibularis brevis

gastricus

zum Magen gehörend

hepatis

an oder in der Leber

iliac

zum Darmbein gehörig

intestinal

Eingeweide-..

lienalis

zur Milz gehörend

laryngeal

Rachen-..

lumbal

Lenden-..

nuchal

Nacken-..

palmaris / palmar

zur Handfläche gehörend

pectoralis / pectoral

zur Brust gehörig

peroneus

am Wadenbein

plantaris (als adjektiv)

zur Fußsohle gehörig, auch Name des Muskels M. plantaris

pulmonalis

an oder in der Lunge

radialis

an der Speiche

renalis

an oder in der Niere

retrosternal

hinter dem Brustbein

sakral

zum Kreuzbein gehörig

spinal

zur Wirbelsäule gehörig

terminal

am Ende gelegen, Ende-

thoracicus

am oder im Brustkorb

thoracal

Brust-..

tibialis

am Schienbein (Tibia)

transversus

quer verlaufend, hindurch strebend

ulnaris

an der Ulna (Elle); im Falle von Bewegungen bedeutet ulnar „zur Elle hin“

vertebralis

zum Wirbel gehörig

zervikal

zur Halswirbelsäule gehörig

Richtungsbezeichnungen

ventral

vorn, brustseitig = anterior

anterior

vorn, brustseitig = ventral

dorsal

hinten, Rückenseitig = posterior

posterior

hinten, Rückenseitig = dorsal

ascendens

aufsteigend

descendens

absteigend

dexter

dext. rechts

sinister

sin. links

inferior

unten

superior

oben

kaudal

unten (schwanzwärts)

kranial

oben (schädelwärts), engl: kranial

externus

ext. außen, oberflächlich ?

internus

int. innen, im Körper

proximal

der Körpermitte nah/näher ?

distal

der Körpermitte fern/ferner

medial

körpermittig(er) / zur Körpermitte

lateral

seitlich(er) / zur Seite

ipsilateral

seitengleich

kontralateral

auf der gegenüberliegenden Seite des Körpers

maximus

max. der Größte ?

minimus

max. der Kleinste

frontal

in der Stirnebene oder parallel dazu

profundus

prof. tief

superficialis

superfiziell, oberflächlich

longitudinalis

in Längsrichtung

medius

mittlerer, zwischen zweien

median

körpermittig, in/auf der Körpermittellinie

paravertebral

neben der Wirbelsäule

ventralis

ventr. vorn, am Bauch, bauchwärts

okzipital

zum Hinterkopf hin gelegen

oral

am/im/bzgl. des Mund

parietal

zur Leibeswand gehörig

viszeral

zu einem Eingeweide ..

thoracal

zum Brustkorb gehörig, auch thorakal

thorakal

zum Brustkorb gehörig, auch thoracal

anal

zum Anus gehörig

genital

zu Geschlechtsorganen ..

intestinal

zu den Eingeweiden ..

Präfixe

a- an- ab-

un-, nicht, weg, frei von, das Fehlen von (eine Verneinung)

ante-

vor/vorn

anti-

gegen, = contra-

contra-

gegen, = anti-

auto-

selbst-

brady-

langsam

de-

von, weg, herab

dia-

durch, hindurch, auseinander, zwischen

dis-

auseinander, zwischen, hinweg

dys-

Störung eines Zustandes, schlecht

en-

in, hinein, = endo-

endo-

in, hinein. = en-

epi-

auf, darauf

extra-

aus, heraus, außerhalb, = ex-

ex-

aus, heraus, außerhalb, = extra-

hetero-

verschieden

homo-

gleich

hyper-

über, zu viel

hypo-

unter, zu wenig

in-

hinein

inter-

zwischen

intra-

innerhalb

ipsi-

gleich

iso-

iso-

gleich, manchmal auch: homo-

kontra-

gegen

makro-

groß (mit dem Auge sichtbar)

mega-

groß

meta-

hinter

mikro-

klein

mono-

einzeln, alleine

neo-

neu

ortho-

gerade, recht (richtig)

para-

para-

neben, beiderseits, bei, hin,

per-

durch

post-

nach, hinter (örtlich, zeitlich)

pro-

für

prae- prä-

vor

pseudo-

falsch

retro-

hinter

steno-

eng

sub-

unter

supra-

über, oberhalb von, = super-

super-

über, oberhalb von, = supra-

syn-, sym-

zusammen

tachy-

schnell

ultra-

darüber hinaus, jenseits

Suffixe

-abel

bezeichnet die Möglichkeit, etwas zu tun, auch: -fähig, wie englisch, = -ibel

-ibel

bezeichnet die Möglichkeit, etwas zu tun, auch: -fähig, wie englisch, = -abel

-aemie

Blut, im Blut

-algie/algesie

Schmerz

-alis

zu etwas gehörig, = -al

-al

zu etwas gehörig, = -alis

-ase

Enzym

-asis

Leiden

-card

Herz, = -kard

-kard

Herz, = -card

-gen

ausgehend von, bewirkend

-graphie

Schrift, Aufzeichnung

-itis

Entzündung Plural: -itiden

-logie

Lehre

-lyse

Auflösung, Lösung

Körperteile

Angulus

Winkel, Ecke

Apertura

Öffnung

Arcus

Bogen

Arteria (A.)

Arterie, Abkürzung: A. plural: Aa.

Art. Articulatio (Art. )

Artikulatio, Gelenk, Abkürzung: Art., Plural: Artt.

Canalis

Kanal

caput

Kopf (als Form, nicht als Schädel, wie auch: Gelenkkopf)

Cavitas

Höhle

Collum

Hals (z.B. bei Knochen)

Cornu

Horn, Fortsatz

Cor

Herz

Corpus

Körper, Schaft (Knochen)

Crista

Kamm, Vorsprung, verstärkter Rand

Digitus

Finger

Ductus

Gang, Röhre

Duodenum

Zwölffingerdarm

Embryo

Leibesfrucht bis dritter Monat

Epiglottis

Kehldeckel

Fascia

Faszie (bindegewebige Hülle um Muskeln)

Fetus

Leibesfrucht vom dritten Monat an

Foramen

Loch

Fossa

Grube, Vertiefung

Gaster

Magen

Genu

Knie/Kniegelenk

Gingiva

Zahnfleisch

Glandula

Drüse

Gluteus

zur Hüftmuskulatur gehöriger dreiteiliger Gesäßmuskel aus gluteus maximus, gluteus medius, gluteus minimus.

Gyrus

Windung, v.a. Hirnwindung

Hiatus

Durchtrittstelle, Spalte, Öffnung

Hepar

Leber

Intestinum

Darm, Eingeweide (vom Magenausgang bis Rectum)

Iris

Regenbogenhaut

Kardia

Mageneingang

kardial

zum Herzen gehörend

Labium

Lippe

Labyrinth

Innenohr (Schnecke und Bogengänge)

Lamina

Häutchen, Schicht

Larynx

Kehlkopf

Lien

Milz, = Splen

Splen

Milz, = Lien

Ligamentum (Lig.)

Ligamentum, Band. Abkürzung: Lig. , Plural: Ligg.

Lingua

Zunge

Lobus

Lappen (Großhirnlappen,Lungenlappen)

Mamma

Brustdrüse

Mamilla

Brustwarze

Mandibula

Unterkiefer

Margo

Rand

Maxilla

Oberkiefer

Manus

Hand

Meningen

Hirnhäute (Singular: Meninx)

Musculus (M.)

Muskel (lateinisch: Mäuschen), Abkürzung: M., Plural: Mm.

Nervus (N.)

Nervus, Nerv. Abkürzung: N., Plural: Nn.

Nodus (Nd.)

Nodus, Knoten. Abkürzung: Nd.

Nucleus (Ncl.)

Nucleus, Kern, Kerngebiet. Abkürzung: Ncl.

Oesophagus

Speiseröhre

Opticus

Sehnerv

Orbita

Augenhöhle

Os

Knochen

Ovarium

Eierstock

Pankreas

Bauchspeicheldrüse

Pars

Teil, eins von mehreren

Pericard

Herzbeutel

Periost

Knochenhaut

Peritoneum

Bauchfell

Pharynx

Rachen

Pleura

Brustfell

Plexus

Geflecht

Proc.Processus

Vorsprung, Fortsatz

Prostata

Vorsteherdrüse

Pulmo

Lunge

Pneumo

Lunge

Radix (Rad.)

Radix, Wurzel, Ursprung. Abkürzung: Rad.

Ramus (R.)

Ramus, Ast, Zweig. Abkürzung: R.

Recessus

von re~: zurück~ und cedere: weichen

Rectum

Mastdarm

Ren

Niere

Salpinx

Eileiter

Scrotum

Hodensack

Septum

Wand, Trennung

Sinus

Ausbuchtung, Vertiefung, Höhle, Nasennebenhöhlen, Erweiterungen von Venen (Sinus cavernosus u.a.)

Stoma

Mund

Sulcus

Furche, Rinne

Tendo

Sehne

Testis

Hoden

Thorax

Brustkorb

Thyreoida

Schilddrüse

Tonsilla

Mandel (Hals)

Trachea

Luftröhre

Tuber

Höcker, Wulst

Tuberculum

Tub. Höckerchen

Tuberositas

unebene, höckerige, rauhe Stelle

Umbilicus

Nabel

Ureter

Harnleiter

Urethra

Harnröhre

Uterus

Gebärmutter

Vagina

Scheide

Vas

Gefäß, Ader

Vena (V.)

Vene, nicht vom Herzen weg führendes Blutgefäß. Abkürzung: V., Plural: Vv.

Ventrikel

Kammer

Ventriculus

Herzkammer, Hirnkammer, auch: Magen

Vesica

Harnblase

weitere

Diabetes insipidus

durch einen Mangel oder mangelhafte Wirksamkeit des antidiuretischen Hormons ADH verursachte Erkrankung mit ausgeprägter Polydipsie und Polyurie

Myxödem

Auftreibung der Unterhaut durch Einlagerung von Mukopolysachariden (Muzinose) bevorzugt an der Tibiakante, mehr oder minder rundes Gesicht, vergröberte Hautstruktur, auch in inneren Organen, z.B. Myxödem Herz mit Folge Herzinsuffizienz und -Vergrößerung; Gesichtsödeme, Lidödeme. Das Myxödem ist prallelastisch, eine eingedrückte Stelle geht sofort wieder zurück (bei normalen Ödemen bleibt die Delle für einige Minuten). Generalisiert tritt das Myxödem bei Hypedrthyreose auf, beim Morbus Basedow mit immunologischer Ätilogie auch lokalisiert.

Sakroiliitis

Entzündung des Iliosakralgelenks wie sie etwa häufig im Rahmen eines Morbus Bechterew, nachrangig auch bei Morbus Reiter und Morbus Crohn auftritt.

CED

Chronisch entzündliche Darmerkrankung. Dazu zählen vor allem Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. CED heilen nicht aus, können aber auf unbestimmte Zeit in Remission gehen, bevor das nächste Rezidiv auftritt. Daher wird ihr Verhalten auch als chronisch rezidivierend bezeichnet.

Remission

Als Remission wird eine Phase der Abschwächung oder des asymptomatischen Verhaltens einer Erkrankung bezeichnet, die als nicht heilbar gilt. Chronisch rezidivierende Erkrankungen zeigen Phasen der Krankheitsaktivität (auch: „Schub“, „Rezidiv„) und der Remission in nicht vorhersehbarem Wechsel. Das Wiederaufflammen der Krankheitsaktivität kann von verschiedensten endogenen und exogenen Faktoren abhängen, auch psychische Auslöser spielen dabei nicht selten eine Rolle.

Abszess

lokale Eiteransammlung

Amnesie

Erinnerungsverlust

Aneurysma

Ausstülpung, Erweiterung einer Arterienwand

Atrophie

Abnahme, Schwund, z.B. von Geweben durch anhaltende Mangelversorgung

Carcinom / Karzimon

bösartige Geschwulst, Krebs, auch: Karzinom

Commotio

Erschütterung, siehe auch auf der Pathologie-Seite Gehirnerschütterung/Schädelhirntrauma.

Conjunctivitis

Bindehautentzündung des Auges

Dec(k)ubitus

Druckbrand, Druck-/Lagerungsgeschwür

Delir

veränderte Bewusstseinslage

Demenz

kontinuierlicher Abbau der geistigen Leistungsfähigkeiten, vor allem Gedächtnis und Denkvermögen, Siehe dazu auch die Pathologie-Seite

diffus

ausgebreitet, ungeordnet

Dilatation

Erweiterung von Hohlräumen/-organen

Diskusprolaps

Bandscheibenvorfall, mehr dazu auf der Pathologie-Seite.

Dislokation

Lageveränderung, Verschiebung, mehr dazu auf der Pathologie-Seite.

Disposition

Veranlagung

distales Fingerglied

das letzte Fingerglied, das von der Körpermitte am weitesten entfernte

proximales Fingerglied

das erste Fingerglied, das der Körpermitte am nächten liegende

mediales Fingerglied

das mittlere Fingerglied, das zwischen distalem und proximalem

Embolie

Gefäßverstopfung duch verschlepptes Material, siehe z.B. Lungenembolie.

Emphysem

Aufblähung durch Gase oder der Luft, siehe z.B. Lungenemphysem.

osteochondrale Läsion

Läsion des Knorpelüberzugs eines Knochens im Gelenkbereich. Bei Defekten sind die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) und matrixassoziierte Chondrozytenimplantation (MACI) überlegene, aber aufwendigen Verfahren. Technisch einfacher ist die Mikrofrakturierung und die Pridie-Bohrung, die jedoch nur zur Bildung von Faserknorpel und nicht von hyalinem Knorpel führen. Eine Alternative stellt er osteochondrale autologe Transfer (OAT) dar, bei dem unbelastete Areale als Spender dienen. Die Therapie mit diesen Verfahren setzt voraus, daß der Bewegungsapparat achsengerecht arbeitet, anderenfalls sollte dies mit einer Umstellungsosteotomie sichergestellt werden.

Fissur

Spalt, Einriss, Schrunde

Fraktur

Knochenbruch, siehe auch auf der Pathologieseite.

generalisiert

verbreitet

Genese

Entstehung, Abstammung

Hämatom

Bluterguss

Hämaturie

Blut, genaugesagt Erythrozyten oder deren Bestandteile im Urin, sichtbar oder nicht sichtbar („Mikrohämaturie“)

Hämodialyse

Blutwäsche, künstliche Niere

Hämophilie

Bluterkrankheit

Hämorrhoiden

erweiterte Venen im Analbereich, siehe auch hier.

Hemiplegie

Halbseitenlähmung

Hepatitis

Leberentzündung

Hyperglykämie

zu hoher Bluzuckerspiegel. Sehr deutlich zu hoher Blutzucker kann ins Koma führen, je nach Genese ins hyperosmolare oder hyperglykämische Koma.

Hypoglykämie

zu niedriger Blutzucker. Deutlich zu niedriger Blutzucker kann in einen hypoglykämischen Schock führen, der unbehandelt tödlich verläuft.

Hyperplasie

Vergrößerung eines Organs, Zunahme der Zellanzahl

Hypertonie

erhöhter Blutdruck, mehr dazu siehe in der Pathologie.

Hypertrophie

Vergrößerung eines Organs, lediglich der Einzelzellen

iatrogen

vom Arzt verursacht, z. B.: Fehlbehandlung

Ikterus

Gelbsucht, mehr dazu siehe hier.

Ileus

Darmverschluss, unterscheide zwischem mechanischem und paralytischem Ileus.

immunisieren

unempfänglich machen, aktiv: durch Impfen, passiv: Gabe v. Serum

Indikation

Heilanzeige

Infarkt

Absterben eines Gewebes. Zum Herzinfarkt siehe hier.

Influenza

„echte“, von Influenza-Viren verursachte Grippe (im Gegensatz zu grippalen Infekten)

Infusion

Gabe von Flüssigkeit in die Vene

Inkubationszeit

Zeitraum zwischen Ansteckung u. Ausbruch einer erregerbedingten Erkrankung

Insuffizienz

ungenügende Leistung eines Körperteils, das kann zum Beispiel ein Organ (z.B. Herzinsuffizienz) sein, ein Muskel oder ein Band (das bedeutet Gelenkinstalibität).

Insulin

Hormon der Bauchspeicheldrüse, senkt den Blutzuckerspiegel

Intoxikation

Vergiftung

Intubation

Einführen eines Schlauches in die Luftröhre

irreversibel

nicht mehr rückbildungsfähig

Ischämie

Blutleere/Nichtversorgung eines Organs, führt i.d.R. zu dessen Infarkt.

Kachexie

Kräfteverfall, Auszehrung. In der Regel ungewollte Gewichtsabnahme in einem Ausmaß, dass bereits Baufett und Muskulatur abgebaut werden; meist Folge schwerer „konsumierender“ Erkranungen, etwa AIDS, Tbc (Tuberkulose), Krebs, verschiedene Autoimmunerkrankungen

KHK

koronare Herzerkrankung, meist Arteriosklerose der Herzkrankgefäße (Koronarien/Koronararterien), kann zu Angina Pectoris und Herzinfarkt führen

Kolik

krampfartige Leibschmerzen, meist sehr (Gallenkolik) bis äußerst (Nierenkolik) schmerzhaft

Kollaps

Zusammenbruch

kontagiös

ansteckend

Kontusion

Prellung, Quetschung, siehe auch unter Contusio oder zum hier zum Schädelhirntrauma.

Läsion

Verletzung, Störung

letal

tödlich

Luxation

Verrenkung, Ausrenkung. Unterscheide zwischen Subluxation oder moderater Dislokation und Luxation mit vollständigem Kontaktverlust der physiologischer Weise artikulierenden Fläche und Verschiebung der Knochenenden „nebeneinander“. Mehr dazu auf der Pathologie-Seite.

LWS (Lendenwirbelsäule)

Lendenwirbelkörper L1-L5, auch: Körperregion um diese Wirbelkörper

Malignität

Bösartigkeit

Meningitis

Hirnhautentzündung

Mobilität

Beweglichkeit

Morbus

Krankheit, siehe auch das Adjektiv morbide und die Wortbildung polymorbide (auch: multimorbide), unter mehreren Erkrankungen leident.

Myalgie

Muskelschmerz

Neuralgie

Nervenschmerz

Obstipation

Verstopfung

Ödem

Wasseransammlung im Gewebe

Palpation

eine der klassischen Untersuchungsmethoden: Abtasten

Untersuchungsmethoden

die klassischen Methoden der körperlichen Untersuchung (IPPAF) sind:

  1. I Inspektion. Anschauen
  2. P Palpation: Anfühlen, Drucktest
  3. P Perkussion: Abklopfen
  4. A Auskultation: Abhören
  5. F Funktionstests

Pankreatitis

akute oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Paralyse

Bewegungslähmung

Perforation

Durchbruch, z.B. eines Hohlorgans in seine Umgebung, etwa die gefürchtete Perforation des Appendix vermiformis in die Bauchhöhle als Komplikation einer Appendizitis oder eines geschädigten Darmrohres, ebenfalls in die Bauchhöhle. Solche Perforationen gehen meist rasch in eine fulminante Sepsis, die auch intensivmedizinisch nur schwer zu beherrschen ist.

Perineum

auch: „Perineum“, der Bereich zwischen Anus und Genital

Perkussion

eine der klassischen Untersuchungsmethoden: Beklopfen der Körperoberfläche

Pleuritis

Brustfellentzündung, siehe auch die Pathologie-Seite.

Pneumonie

Lungenentzündung, unterschieden in verschiedene Formen, z.B. Bronchopneumonie, Aspirationspneumonie, atypische Pneumonie

Reanimation

Wiederbelebung bei Herz- oder Atemstillstand. In der Regel zieht der eine Stillstand den anderen binnen kurz nach sich, so dass auf jeden Fall die Notwendigkeit einer Reanimation eintritt, z.B. in Form einer kardiopulnomalen Reanimation (Herz-Druckmassage plus Atemspende)

regressiv

rückbildend, rückschreitend

rekonvaleszent

genesend

Reposition

Zurückbringen in eine normale Lage, etwa eines dislozierten, subluxierten oder luxierten Knochens in einem Gelenk

Resektion

Zurückschneiden

Resistenz

Widerstandsfähigkeit

Resorption

Aufnahme von Stoffen (in die Blutbahn, durch die Haut)

Rezidiv

Rückfall

Ruptur

Riss, etwa eines Muskels (Muskelfaserriss), eines Bandes (Bänderriss) oder einer Sehne (Sehnenriss)

sekundär

in zweiter Linie, als Folge von etwas entstanden

senil

greisenhaft, altersschwach, mit dem/durch das Alter erworben

Sepsis

Butvergiftung, Vorhandensein von Erregern im Blut (welches eigentlich steril ist) mit der Gefahr, dass diese auf verschiedene versorgte Körpergewebe übergreifen, was auch hämatogene Ausbreitung genannt wird. Die Sepsis ist ein Notfall und muss dringend intensivmedizinisch versorgt werden, unbehandelt verläuft sie i.d.R. bei Übergang zum septischen Schock tödlich. Siehe dazu auch die Pathologie-Seite.

Sinusitis

Entzündung einer Nasennebenhöhle

Somnolenz

krankhafte Schläfrigkeit, Benommenheit

Spasmus

Krampfzustand von Muskeln

Spontanheilung

Die Heilung einer Krankheit ohne therateutische Maßnahmen wird als Spontanheilung bezeichnet. Die meisten akuten Erkrankungen können spontanheilen, aber nicht alle, bzw. einige nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit. Grundlage der Spontanheilung ist sind körpereigene Mechanismen wie das Abwehrsystem (etwa als duales System im Blut vorhanden: Antikörper und Leukozyten) und Reparaturmechanismen wie das Entzündungsgeschehen. Im Falle chronischer Erkrankungen ist eine Spontanheilung eher unwahrscheinlich. Spontanheilung darf nicht mit Remission verwechselt werden. Chronisch rezidivierende Erkrankungen können über lange Zeit „verschwinden“, aber bei entsprechenden Parametern wieder aufflammen. Die Remission bezeichnet dabei nicht den asymptomatischen Zustand, sondern auch das Abflauen der die Symptome verursachenden Hintergrundgeschehen. Von Spontanheilung wird also nur gesprochen, wenn es sich nicht um Erkrankungen handelt, deren Neigung zu chronisch rezidivierendem Verlauf bekannt ist.

Status

Zustand, sowohl der aktuelle Zustand als auch eom anhaltend pathologischer Zustand oder Anfall, z.B. status epillepticus oder status asthmaticus.

Stenose

Verengung, Enge

Striktur

Hochgradige Verengung eines Hohlorgans

Struma

Kropf, oft durch Jodmangel in der Nahrung entstanden als Versuch, der Schilddrüse dem Blutstrom mehr Jod zu entnehmen. Daher liegt bei vorhandener Struma oft eine Hypothyreose vor.

Synkope

plötzliche Ohnmacht

Tetraplegie

Lähmung aller vier Gliedmaßen; = Tetraparese

Therapie

Behandlung

TIA

vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns, (transistorische ischämische Attacke). Wenn ein Schlaganfallgeschehen (Apoplexie) binnen 24 Stunden voll reversibel ist, spricht man von einer TIA. Bei rascher, guter Versorgung in einer Klinik mit Stroke-Unit (speziell zur Versorgung von Schlaganfällen eingerichteter Einheit), kann dies zuweilen erreicht werden. Verschwinden alle Symptome binnen 7 Tagen, spricht man von einem PRIND (prolongiertem reversiblen ischämischen neurologischen Defizit)

Tracheotomie

Luftröhrenschnitt, eine seit dem Altertum bekannte Möglichkeit Betroffene mit Verlegung der oberen Atemwege vor dem Ersticken zu retten. Im Gegensatz zur intensivmedizinisch heute durchgeführten Koniotomie, bei der die Eröffnung der Atemwege direkt unterhalb des Schildknorpels durchgeführt wird, eröffnet die Tracheotomie die Lüftröhre weiter kaudal zwischen zwei Knorpelspangen

Ulcus

Geschwür, z.B. als Magengeschwür, Geschwür des Doudenums oder im Rahmen einer Colitis ulcerosa im Darm. Bei schlechter Mikro- oder Makrozirkulation von peripheren Geweben auch als Ulcus Cruris der Haut auftretend.

Urtikaria

Nesselsucht, als Reaktion auf Nahrungsmittel, Medikamente oder Giftstoffe, auf Einwirkungen von Wärme oder Kälte, Licht oder Druck, oder auf psychischen Stress entstehende Hautrötung, meist als Folge von massenhafter Freisetzung von Histamin aus Mastzellen. Sie kann allergisch, autoimmunologisch oder infektiös bedingt sein.