muskel: tibialis posterior

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Tibialis posterior

Schienbeinmuskel hinten in der Wade, relativ profund, der das Heben des Fußes (dorsale Flexion) verursacht und eine Supination bewirkt. Die Funktion des Tibialis poterior muß nach Stand und Abrollbewegung unterschieden werden.

  1. Stand: Stabilisierung des Subtalargelenks durch Inversion und Zentrierung des Calcaneus unter den Talus. Block des Chopartgelenk durch die von medial kommenden Zugkräfte, damit Verspannung des Fußquergewölbes und des medialen Fußlängsgewölbes.
  2. Abrollen: Elevation des Calcaneus (siehe Single heel rise test); nach distal/ventral laufende Sehnenanteile halten das Fußlängsgewölbe und stabilisieren damit den Hebelarm Vorfuß-Rückfuß

Die Sehne des Tibialis posterior läuft durch den Tarsaltunnel zwischen Kalkaneus und Innenknöchel neben der des Flexor digitorum longus und des flexor hallucis longus. Daneben laufen auch die A. tibialis posterior und der N. tibialis dort her, was bei dessen Einengung zum Tarsaltunnelsyndrom führen kann. Eine Dysfunktion oder Insuffizienz des Tibialis posterior kann auch am Entstehen der Plantarfasziitis beteiligt sein. Weiter dürfte dieser Muskel derjenige sein, der in den meisten Fällen eines Schienbeinkantensyndroms für dessen Beschwerdebild verantwortlich ist. Außerdem kann eine Insuffizienz des Tibialis posterior als Tibialis Posterior Syndrom an der Entstehung eines erworbenen Plattfußes und Knickfußes beteiligt sein: wird die Sehne, deren Hub nur ca 2 cm beträgt, gedehnt, führt das zu entsprechend geringerem Zug auf die Ansatzgebiete, was wegen der Rüßfuß-supinierenden Wirkung des Tibialis posterior einen Rückfußvalgus hervorbringt. Dieser verschiebt den Ansatzpunkt der Achillessehne nach lateral, was den Rückfußvalgus verstärkt.
Ursprung: Membrana interossea, Hinterfläche von Tibia– und Fibula sowie mit dem Ramus sustentacularis und ramus plantaris am Calcaneus
Ansatz: Tuberositas ossis navicularis (Hauptansatz), Os cuneiforme mediale, Basis der Metatarsalia 2-4, gelegentlich auch Os metatarsale 1
Als konstante Ansätze gelten:

  • Tuberositas ossis navicularis (Hauptansatz, ca ca. 12 × 7 mm)
  • Os cuneiforme mediale plantar/medial
    Os cuneiforme laterale: plantar (sehr häufig)
  • Basis der Metatarsalia 2-4, ggf. auch 1 und 5
  • Sustentaculum tali: kleiner, rezidivierender Rezessionsast („recurrent slip“)

Dazu kommen inkonstante Ansätze:

  • Os cuneiforme intermedium (ca. 20%)
  • Os cuboideum (ca. 40–50%)
  • Zusätzliche Metatarsalbasen (I und V)
  • Zusätzliche Calcaneus-Anteile jenseits des Sustentaculum tali (selten, je nach Studie 10–30%)

Innervation: N. tibialis
Antagonisten:
Bewegung: Plantarflexion, Supination, Adduktion des Fußes. Stabilisierung und Erhalt des Fußlängsgewölbeszusammen mitFibularis longusund Caput transversum des Adduktor hallucis longus; leichte Unterstützung des Fußquergewölbes
Kräftigende Haltungen (): Hauptsächliche Übungen zur direkten Kräftigung sind Heel raises, Tibialis posterior Training am Slantboard, Tibialis posterior Training mit Widerstandsband.
Als Plantarflexor ist er auch stabilisierend bei vielen Haltungen mit Balancecharakter beteiligt und an solchen, die das Schwerelot von der Ferse aus zu den Zehen verschoben haben und bei denen der Fuß große Last abstützt: 1. Kriegerstellung, 3. Kriegerstellung, 3. Kriegerstellung: rückwärts gegen die Wand, parsvottanasana, parivrtta trikonasana, parivrtta ardha chandrasana, parivrtta parsvakonasana, ardha chandrasana, uttanasana: eka pada prasarita, vrksasana, hasta padangusthasana, tadasana: eka pada prasarita, uttanasana: eka pada prasarita, Johns Folge, Kreuzheben, Supination des Fußes üben
Dehnende Haltungen (): malasana, Hocken 1, Hocken 2, Tibialis posterior Dehnung

Tests


Single Heel Rise Test