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Hüftgelenk

Das Hüftgelenk ist das Gelenk, in dem sich die untere Extremität Bein relativ zum Becken (und damit zum Oberkörper) bewegen lässt, seine Bewegungsfähigkeit ist dreidimensional: seitlich, frontal und die Drehung des Beins um seine Achse, wobei die seitliche Abduktionsfähigkeit stark von der Rotation abhängt: je weiter das Bein ausgedreht ist, desto weiter kann es lateral abduziert werden.

Bewegung:
Exorotation  M. gluteus maximus, M. quadratus femoris, M. obturatorius internus, .m. gluteus medius, M. gluteus minimus, M. iliopsoas, M. obturatorius externus, M. pectineus, Adduktor magnus, Adduktor longus, Adduktor brevis, M. piriformis, Mm. gemelli, M. sartorius, M. psoas major, M. iliacus
Endorotation  M. gluteus medius und M. gluteus minimus, (mit ihren vorderen Fasern), M. tensor fasciae latae, M. adductor magnus (mit dem Teil, der am tuberculum adductorium ansetzt: bei flektiertem, abduziertem Oberschenkel)
Extension  M. gluteus maximus, M. gluteus medius, M. gluteus minimus, M. adductor magnus, M. piriformis, M. semitendinosus, M. semimembranosus, Bizeps femoris, caput longum, obturatorius internus nahe Neutral Null
Flexion  M. psoas major, M. iliacus, M. rectus femoris, M. sartorius, M. tensor fasciae latae, M. pectineus, M. adductor longus, M. adductor brevis, M. gluteus medius und M. gluteus minimus, je ventrale Anteile, M. gracilis
Abduktion  M. gluteus maximus (mit Ansatz an der fascia lata), M. gluteus medius, M. gluteus minimus, M. tensor fasciae latae, M. piriformis, M. sartorius, M. obturatorius internus wenn das Hüftgelenk flektiert ist
Adduktion  M. adductor magnus, M. adductor longus, M. adductor brevis, M. adductor minimus, M. gluteus maximus, M. semitendinosus, M. semimembranosus, Bizeps femoris, caput longum, M. gracilis, M. pectineus, M. quadratus femoris, obturatorius internus, obturatorius externus

Pathologie:

  1. Arthrose
  2. Morbus Perthes
  3. Impingement
  4. M. Bechterew
  5. sekundäre Leiden durch veränderte Statik und Kinetik bei Pathologie des Fußes oder Kniegelenks
  6. Oberschenkelhalsbruch
  7. Leistenschmerzen: Es gibt eine Reihe von Sportarten, bei denen ein deutliches Risiko für Leistenschmerzen besteht. So leiden 60% der Fußballer während ihrer Karriere darunter, Handballer und Volleyballer sind ebenfalls disponiert. Eine andere Gruppe sind Ausführende von Racket-Sports und Ausdauerlaufsportarten wie auch Skilanglauf. Bei Kraftsport, Geräteturnen und Fechten kann es ebenfalls zu Leistenschmerz kommen. Über all diese Sportarten variiert die Art der verursachenden Exposition. Während die Ballsportarten eher zu Adduktorenverletzungen durch Abspreizen bis hin zum Muskelriss neigen, ist es beim Langlauf die Fehlbelastung periartikulärer Strukturen des Hüftgelenks, die von Fehlern im Laufstil von Beinlängendifferenzen oder inadäquatem Material betroffen sind.
  8. Zu den funktionalen Störungen gehören Insertionstendopathien die in muskulären Dysbalancen oder Verkürzungen sowie Überlastungen, aber auch Blockaden des Iliosakralgelenkes fußen.
  9. Strukturelle Störungen: Arthrosen des Hüftgelenks oder Iliosakralgelenks und Störungen der Symphyse gehören zu den strukturellen Störungen, daneben auch Störungen der Apophysen und Epiphysen bei Kindern sowie Morbus Perthes und Morbus van Neck als aseptische Nekrosen.

In der Sport-Anamnese der von Leistenschmerzen Betroffenen finden sich häufig Lauf- oder Sprintsportarten inklusive des Hürdenlaufs, weiter Gehen und Springen in verschiedenen Formen aber auch Kampfsportarten inklusive des Fechtens. Akute Verletzungen sind häufig Muskel- oder Sehnenrupturen. chronische Beschwerden die sich langsam einschleichen er bedingt durch Überlastung der Gelenke oder der Sehnenansätze. Die Angabe der Schmerzlokalisation kann zuweilen irreführend sein, da Störungen des Hüftgelenks ins Knie ausstrahlen können genauso wie Störungen des Iliosakralgelenks in die Leiste. Anamnestisch wichtig sind auch Umstellungen des Trainingsprogramms, der Intensität oder des Niveaus sowie ich anderer Faktoren. Druckschmerzhaftigkeit in Bereichen von Insertionen lassen auf eine Insertionstendopathie schließen. Abduktionseinschränkungen sind unspezifisch und gehen meist auf kontrakte Muskulatur zurück. Dehnungsschmerz oder Kontraktionsschmerz, also Belastungsschmerz, deuten wiederum auf Insertionstendopathien hin. Schmerzhafte Innenrotationsdefizite gehen meist auf artikulären Störungen zurück: Kapsulitis, Arthritis oder Arthrose. Komplexe Bewegungsstörungen deuten meist auf artikuläre Leiden hin. Beinlängendifferenzen müssen sicher erhoben werden. Eine variable Beinlängendifferenz, die sich mal zeigt und mal nicht, deutet sehr häufig auf eine Störung des Iliosakralgelenks hin, genau wie der positive Spine-test (Rücklaufphänomen) und /das Vorlaufphänomen. Zu den häufigen Insertionstendopathien gehören die am Ursprung des Adduktor longus und des Grazilis, die am Ursprung des Rectus femoris sowie die am Ansatz des Rectus abdominis und die Symphysitis.

Hüftgelenk (Bild verlinkt zu fünf Linkmaps)

Hüftgelenk Gelenke Hüftgelenk, transversaler Schnitt Hüftgelenk, medial Hüftgelenk, dorsal Hüftgelenk, ventral Hüftgelenk, aufgeklappt

Acetabulum im Kontext (Bild verlinkt zu Linkmap)

Hüftgelenk von dorsal (Bild verlinkt zu Linkmap)

Hüftgelenk von ventral

Hüftgelenk von ventral, Sägeschnitt

Vergleich der Kugelgelenke HüftgelenkSchultergelenk

Lage des Hüftgelenks im Körper