yogabuch / funktionale übungen / tibialis posterior dehnung
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letzte Änderung: 12.2.2026
Trivialname: Trivialname: Tibialis Posterior Dehnung
Niveau: A
- Klassifizierung
- Kontraindikation
- Wirkungen
- Vorbereitung
- Nachbereitung
- abgeleitete asanas
- ähnliche asanas
- Diagnostik
- Anleitung
- Details
- Varianten
Inhaltsverzeichnis
Klassifizierung
klassisch: funktionale Übung
physiologisch: Dehnung des Tibialis posterior
Kontraindikation
Wirkungen
- (861) Dehnung des Tibialis posterior
Vorbereitung
Nachbereitung
abgeleitete asanas:
ähnliche asanas:
Diagnostik (Nr.)
Varianten:
Anleitung
- Stehe in der Fußhaltung, aus der du parsvottanasana oder parivrtta trikonasana aufbaust, also den linken Fuß nach vorn gesetzt und den rechten um 45° ausgedreht nach hinten. Der vordere Fuß zeigt dabei in Verlängerung auf die hintere Ferse.
- Drehe auf der linken Ferse das linke Bein im Hüftgelenk so weit wie möglich aus.
- Beuge das hintere, rechte Bein langsam so weit wie möglich.
- Wenn die Dorsalflexion des hinteren, rechten Fußes weiteres Beugen unmöglich macht oder ein Anterior Ankle Impingement auftritt, ohne daß bereits im linken Tibialis posterior eine adäquate Dehnung auftritt, vergrößere den Abstand zwischen den Füßen und beuge das hintere Kniegelenk wieder langsam so weit als möglich.
- Ggf. wiederhole Schritt 4 solange bis hinreichende Dehnung auftritt.
Details
- Der erreichbare Winkel des linken Fußes ist individuell. Nur selten werden 90° Ausdrehung des linken Beins im Hüftgelenk erreicht. Wegen des größeren Hebelarms des Tibialis posterior in Richtung Supination ist die Exorotation des Beins und damit das verbleibende Maß an Plantarflexion aber weniger relevant.
- Mit dem Beugen des hinteren Kniegelenks vergrößert sich die Pronation des vorderen Fußgelenks (Subtalargelenk) durch einen immer flacher werdenden Winkel des Beins zum Boden. Dabei ist es wichtig, den Innenfuß auf den Boden gedrückt zu halten, anstatt ihn leichter werden oder abheben zu lassen.
- Mit zunehmendem Beugen sollte sich eine Dehnung im Bereich unterhalb und distal des Malleolus medialis einstellen. Dosiere diese nach Verträglichkeit. Die Empfindung kann bis in die verschiedenen Ansatzpunkte des Tibialis posterior reichen. Die konstanten Ansätze sind:
- Tuberositas ossis navicularis (Hauptansatz, ca ca. 12 × 7 mm)
- Os cuneiforme mediale plantar/medial
Os cuneiforme laterale: plantar (sehr häufig) - Basis der Metatarsalia 2-4, ggf. auch 1 und 5
- Sustentaculum tali: kleiner, rezidivierender Rezessionsast („recurrent slip“)
dazu einige inkonstante Ansätze: - Os cuneiforme intermedium (ca. 20%)
- Os cuboideum (ca. 40–50%)
- Zusätzliche Metatarsalbasen (I und V)
- Zusätzliche Calcaneus-Anteile jenseits des Sustentaculum tali (selten, je nach Studie 10–30%)
- Bei vorhandenem Knickfuß kann die Gelenklinie des Talonavikulargelenks ebenfalls in dieser Bewegung schmerzhaft und bei Palpation druckschmerzhaft (Joint line tenderness) sein. Zusätzlich ist im Spring-Ligament (Pfannenband, Lig, talonaviculare plantare) bei Dehnung und Bewegung Schmerz möglich sowie Druckschmerzhaftigkeit.