knochen: sacrum

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Das Sacrum (Sakrum) auch: „Kreuzbein“, ist der zweitunterste Teil der Wirbelsäule, gelegen zwischen dem Steißbein als letzten Teil der WS und dem untersten Lendenwirbel. Auf dem Kreuzbein ruht damit die Wirbelsäule. Nach lateral ist es über die Iliosakralgelenke (ISG) mit den Hüftbeinen verbunden und stützt in den Hüftgelenken über die Acetabuli der Hüftbeine das von der Wirbelsäule getragene Teilkörpergewicht in die untere Extremität ab. Bei den meisten Menschen besteht das Kreuzbein aus 5 zusammengewachsenen Wirbel, jedoch sind Sakralisierungen von Ledenwirbeln oder Lumbalisierungen von Sakralwirbeln nicht selten, so daß es auch 4 oder 6 ehemalige Wirbel sein können, die das Kreuzbein bilden. Die Verknöcherung der Übergänge zwischen den Wirbeln des Kreuzbeins beginnt meist etwa ab dem 16. Lj. und sollte bis zum 26. Lj. abgeschlossen sein.
Die Anzahl der Sakralforamina um Eins vermindert, zeigt die Anzahl der ehemaligen Wirbeln an, aus denen das individuelle Kreuzbein besteht. Die Crista sacralis media stellt die angelegten Dornfortsätzen der ehemaligen Wirbel dar..

Basis

Die Basis des Kreuzbeins ist das kraniale Ende, in dem es mit dem ersten Lendenwirbel, üblicherweise L5, über eine Bandscheibe artikuliert. Da anatomische Varitäten wie Sakralisierungen von Ledenwirbeln oder Lumbalisierungen von Sakralwirbeln nicht selten sind, kann der Lendenwirbel über dem Kreuzbein auch L4 oder L6 sein. Gegenüber der kaudalen LWS ist das Kreuzbein deutlich flacher gestellt, was zum Promontorium, einer „bergartigen Hervorhebung“ nach ventral-kaudal in der ventralen Verlaufslinie der WS führt.

Apex (Spitze)

Die Spitze (Apex) des Kreuzbeins ist sein kaudales Ende, indem er (ohne Bandscheibe) mit dem Steißbein artikuliert (Articulatio sacrococcygea), dies kann ein echtes Gelenk oder eine Synchondrose (Synchondrosis sacrococcygea) sein. Eine Bandscheibe fehlt hier, nicht zuletzt, weil die Last des kranialen Teilkörpergewichts bereits vom Kreuzbein über die Hüftgelenke nach kaudal abgestützt ist.

Facies auricularis

Dies ist die Gelenkfläche mit dem Hüftbein, also der kreuzbeinseitige Teil des ISG, in dem die bis 4° große Nutations- und Kontranutationsbewegung möglich ist.

Sakralforamina

Die Sakralforamina sind die Wirbellöcher, aus denen die Spinalnerven der cauda equina austreten, die einige Organe des Intestinums, die Harnblase und die primären Genitalien innervieren. Die Anzahl der Sakralforamina einer Seite, um eins vermindert, ergibt die Anzahl der Wirbel des Kreuzbeins.

Promontorium

Das Hervorstechen des Übergangs vom kaudalsten (meist 5. ) Lendenwirbel zum Kreuzbein, das aus der wesentlich flacheren Stellung des Kreuzbeins gegenüber dem letzten Lendenwirbel resultiert.

Sakrum von ventral

Sakrum von dorsal

Sakrum von medial

Bänder

Übergangswirbel