Unterarmdehnung dorsal
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letzte Änderung: 30.12.2018
Name: Unterarmdehnung dorsal
Trivialname: __
Niveau: A
Klassifizierung .
klassisch: Stehhaltung
psychomental: . __
physiologisch: . __
Kontraindikation: .
Wirkungen:
Vorbereitung: Zu dieser unidimensionalen funktionalen Übung werden keine Vorübungen angegeben
Nachbereitung:
ähnliche asanas:
Diagnostik (Nr.):
  • (411) (421) dorsale Flexoren (Extensoren):

    Diese Übung differenziert nicht zwischen Fingerstreckern und Dorsalflexoren des Handgelenks. Ist es nicht möglich, bei maximal geschlossener Faust den Handrücken auf den Boden (oder je nach Körperproportionen auf einen Klotz) zu drücken und die Ellbogengelenke zu strecken, handelt es sich um mehr oder weniger ausgeprägt verkürzte Dorsalflexoren des Handgelenks wahrscheinlicher aber der Extensoren der Finger. Bis zu einem gewissen grad ist es normal, daß sich der Handrücken besser auf den Boden drücken läßt, wenn die Faust nicht richtig geschlossen ist oder die Finger halbwegs gebeugt sind. Ist der Unteschied zu groß - ein genaues Maß läßt sich dafür nicht angeben - deutet das auf eine deutliche Verkürzung der Fingerstrecker hin. Läßt sich das Handgelenk bei nicht deutlich gebeugten Fingern nicht mindestens 60°oder 70° beugen, liegt eine nennenswerte Verkürzung der Dorsalflexoren des Handgelenk vor, die eine Krampfneigung derselben Muskulatur in weitgehender Dorsalflexion des Handgelenks nach sich ziehen kann. Diese Haltung weist auch auf eine Schwäche der Fingerbeuger hin, falls sie den Faustschluß nicht aufrechterhalten können.

  • (419) Handgelenk:

    in weitgehender Palmarflexion und unter einer gewissen Last Last treten möglicherweise Schwächen der Handgelenke zu Tage:

    1. Ganglion, meist im dorsalen Bereich zwischen Hand und Unterarm, erzeugt ggf. auch Druckempfindung bei Palmarflexion des Handgelenks
    2. Sehnenscheidenentzündung der Sehnen der palmaren Flexoren oder Fingerbeuger
    3. Karpaltunnelsyndrom: ggf. kann sich die Symptomatik in dieser Haltung verschlechtern
    4. Brüche und Anbrüche von Handwurzelknochen, allen voran dem Kahnbein
    5. Arthrotische Veränderung (degenerativ mit Knorpelschwund) des Gelenks
    6. Arthritiden (Gelenksentzündungen) verschiedener Art
    7. Dislokation / Subluxation, die ein deutlich erhöhtes Spannungsempfinden in verschiedenen das Handgelenk überziehenden Muskeln verursachen würde
    8. erlittene Gelenktraumata, die ggf auch noch nach vielen Wochen oder Monaten Schmerzen im Gelenk verursachen
    aber auch rein muskuläre Symptome wie:
    1. Verkürzungen/Hypertonus der Palmarflexion des Handgelenks, die zu einer Krampfneigung derselben führen.
    2. Tennisellbogen: Belastungsschmerz an der Ursprungsstelle von Muskeln der äußeren radialen Seite des Unterarms im Übergang zum Oberarm

  • Varianten:

    Anleitung Details
    1. sitze bequem auf dem Po, z.B. im Schneidersitz
    2. schließe beide Fäuste fest, so daß alle Fingergelenke und die Fingergrundgelenke maximal gebeugt sind. Die Daumen umgreifen die Fäuste fest von außen. Falls notwendig, sitze im Oberkörper ein wenig gebeugt.
    3. drücke die Fäuste von außen gegen das Becken, dabei zeigt die Sehne des Mittelfingers auf dem Handrücken 90° zum Becken
    4. drücke beide Handrücken zum Boden ohne daß sich der Faustschluß verschlechtert
    5. wenn die Handrücken den Boden erreichen sollten, strecke als nächstes die Ellbogengelenke weiter durch
    1. diese Haltung dehnt die Unterarmmuskulatur auf der Außenseite des Unterarms, also handrückenseitig. Es ist zu erwarten und bestätigt sich ausnahmslos in der Praxis, wenn auch verschieden deutlich, daß die Fingerextensoren die größere Einschränkung in dieser Haltung bewirken gegenüber den Dorsalflexoren des Handgelenks. Dies läßt sich leicht nachweisen: öffne die Faust und beobachte, ob sich der Unterarm steiler zum Boden stellen läßt, also die Palmarflexion des Handgelenks also größer wird. Fall dies wie zu erwarten der Fall ist, beweist das, daß die Fingerextensoren die größere Einschränkung setzen. Natürlich kann diese Haltung auch zur Dehnung der Dorsalflexoren des Handgelenks geübt werden, wenn auf den Faustschluß verzichtet wird, jedoch ist dies nur selten indiziert.
    2. Bei manchen Menschen tritt in vielen Haltungen mit rund 90° Dorsalflexion im Handgelenk wie etwa Hundestellung Kopf nach oben, rechtwinkliger Handstand, Handstand, purvottanasana.. eine Schmerzempfindung im handrückenseitigen Handgelenkspalt auf. Dieser ist meist Folge zweier Faktoren mit unterschiedlich großer Relevanz:
      1. mangelnde Kraft oder mangelndes Bewußtsein für das Herunterdrücken der Handfläche vor allem im Bereich der Fingergrundgelenke, also das Beseitigen der "Mauselöcher"
      2. mangelnde Dehnung der Dorsalflexoren des Handgelenks und der Fingerstrecker
    3. der Faustschluß soll während der gesamten Ausführung möglichst perfekt sein, was ständiger Aufmerksamkeit und möglicherweise häufiger Nachbesserung bedarf. Bei den gedehnten Muskeln handelt es sich um polyartikuläre Muskeln (solche, die mehrere Gelenke überspannen). Um diese gut zu dehnen, müssen hier alle überspannten Gelenke gebeugt sein. Der Einfluß der einzelnen Gelenke auf die Gesamtwirkung ist dabei natürlich unterschiedlich und u.a. abhängig vom Abstand des Muskels bzw. seiner Sehne vom Drehzentrum des Gelenks.
    4. der Daumen soll die Faust von außen umschließen, keinesfalls in der Faust liegen, was das ausmaß des Faustschlußes begrenzen würde.
    5. der Handrücken wird natürlich nicht vollflächig auf dem Boden liegen, da er gerundet ist, hauptsächlich liegt der Bereich der Streckersehne des Mittelfingers auf dem Boden.
    6. Falls der Handrücken den Boden erreicht, beuge (solange es nötig ist, die Ellbogen zu beugen) den Ellbogen genau nach außen. Achte dabei sehr darauf, daß sich der Faustschluß nicht verschlechtert und auch der Handrücken nicht vom Boden abhebt
    7. Grundsätzlich könnte die Haltung mit doppeltem Zeiteinsatz auch einseitig durchgeführt werden, falls es sich als schwierig erweisen sollte, alle wichtigen Details in der Aufmerksamkeit zu halten
    8. die genaue Sitzhaltung ist nicht sehr entscheidend, ein lockerer Schneidersitz eignet sich recht gut. Es eignen sich die meisten Sitze, bei denen die Sitzbeinhocker auf dem Boden sind. Der Fersensitz eignet sich aber nicht, daß das Becken in der Haltung zu hoch ist
     
    Bekannte Probleme, die auch bei korrekter Ausführung auftreten können
       

      Varianten